Wo wir für Euch unterwegs waren
Wir vertreten die Interessen unserer Mitgliedsvereine in Friedrichshain-Kreuzberg gegenüber Politik und Verwaltung und nehmen daher regelmäßig an Gremiensitzungen und Veranstaltungen teil.
Unsere Vorsitzende, Florence Schulz, berichtet hier über die Termine, an denen wir bisher im ersten Quartal 2025 teilgenommen haben, um die Bedarfe unserer Mitglieder bestmöglich zu vertreten:
Am 09.01. tagte der Landesausschuss der Bezirkssportbünde gemeinsam mit dem Landesausschuss Sportinfrastruktur des Landessportbundes Berlin (LSB) in der Gerhard-Schlegel-Sportschule. Auf der Tagesordnung stand der Austausch zum Neubau und zur Sanierung von gedeckten und ungedeckten Sportanlagen und als Gast konnte der sportpolitische Sprecher der CDU, Stephan Standfuß, im Abgeordnetenhaus von Berlin begrüßt werden. Dennis Buchner, der sportpolitische Sprecher der SPD, musste sich leider entschuldigen.
Die Senatsverwaltung für Sport stellte in einer PowerPoint-Präsentation die aktuelle Situation und die entsprechenden Steuerungselemente aus dem Sportförderungsgesetz vor. Die meisten Sportstandorte entstehen im Rahmen der Schulbauoffensive, sind aber selten an die Bedarfe des Sports angepasst. Diese Entwicklung stellt sich allerdings auch nur positiv für den Bau von Sporthallen dar, gerade in den Innenbezirken besteht auch zukünftig die Unterversorgung an ungedeckten Sportflächen.
Erfreulicherweise wurden im Sportstättensanierungsprogramm (SSP) auch für 2025 keine weiteren Kürzungen vorgenommen. Für die Umsetzung der Sportentwicklungspläne in den Bezirken, die final in 2025 abgestimmt werden, wird es in den nächsten Jahren perspektivisch an Finanzen, Personal und Kompetenzen fehlen. Der sportpolitische Sprecher der CDU hat auch für die SPD zugesagt sich u. a. für die Erhöhung der finanziellen Mittel im SSP, die Erhaltung der kostenfreien Nutzung der Sportanlagen, sowie die Sicherung der Netto-Wasserflächen einzusetzen. Ein Leuchtturmprojekt wird die Weiterentwicklung des Jahnsportparks sein, insbesondere mit Blick auf die Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele.
Am 26.01. konnte ich zu Beginn des Jubiläumsjahres “75 Jahre BTFB” als Ehrengast die Veranstaltung “Feuerwerk der Turnkunst 2025” in der Uber Arena besuchen. Neben dem guten Showprogramm war die sportliche Eröffnung durch 84 junge Gymnastinnen, Turnerinnen und Turner von fünf BTFB-Turntalentschulen sehr beeindruckend.
Kurz vor der Bundestagswahl luden wir als BSB FK am 18.02. zu einem Politiktalk Sport im Clubheim Willi Boos beim BSC Eintracht/Südring ein, bei dem Kandidat*innen und Vertreter*innen aller zur Wahl antretenden Parteien zu Wort kamen (siehe Foto). Wir hatten sehr kurzfristig dazu eingeladen und diesem Umstand war sicherlich geschuldet, dass nur wenige Vereinsvertreter*innen anwesend waren. Es ging in der Podiumsdiskussion u.a. um Themen wie Stärkung des Ehrenamts, Erhöhung der Ehrenamts- und Übungsleiter*innenpauschale, mehr Geld für die marode Sportinfrastruktur und die gesellschaftliche Rolle des Breiten- und Freizeitsports. Wir werden auch zukünftig diese Politik-Runden anbieten, spätestens zu den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus 2026.
Am 04.03. haben Nina Rose und ich ganztägig an der Tagung der Geschäftsführungen der LSB Mitgliedsorganisationen im Manfred von Richthofen Haus teilgenommen. Einer der Kernpunkte der Tagung war die Weiterentwicklung der Strategie LSB 2030 und der Kinderschutz. Künftig soll das Kinderschutzsiegel Voraussetzung für die Teilnahme an Förderprogrammen sein. Dies stellt alle Beteiligten vor eine große Herausforderung, soll aber auch eine weitere Maßnahme sein, einen sicheren Ort für Kinder und Jugendliche in den Sportvereinen zu schaffen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die Ergebnisse einer Vereinsbefragung vorgestellt und diskutiert. Sehr interessant war die Vorstellung eines neuen Kompetenzzentrums Vereins- und Verbandsentwicklung, welches künftig die Arbeit vor Ort und im sportlichen Alltag unterstützen und fördern soll. Dies bedeutet z. B. einen besseren Service für die Vereine im Fördermittelmanagement (alle Förderprogramme in einem Guss) und die Zusammenführung von Aktivitäten im Kita- und Schulbereich. Am Ende der Tagung wurde über die Entwicklung des Sports in der Stadt bis 2040 diskutiert und ob eine mögliche Bewerbung der Stadt für Olympische und Paralympische Spiele drohenden Zuwendungskürzungen entgegen wirken kann. Die Bedeutung des Sports muss weiter in Gesellschaft und Politik gestärkt werden.
Am 06.03. tagte der Landesausschuss der Bezirkssportbünde ebenfalls zusammen mit dem Landesausschuss Sportinfrastruktur des LSB in der Gerhard-Schlegel-Sportschule. Auf der Tagesordnung stand der Austausch mit dem Präsidenten des Berliner Fußballverbands (BFV) zu ungedeckten Sportanlagen und sportpolitischen Forderungen.
Bernd Schultz sprach von 350 Plätzen in Berlin mit einem erheblichen Sanierungsbedarf. Des Weiteren werden gerade aktuell ungenutzte Sportflächen identifiziert und reaktiviert. Im Bezirk C-W wird gerade die Möglichkeit der Umsetzung von Baumaßnahmen (Platzsanierungen) über das landeseigene Unternehmen Grün Berlin GmbH geprüft. Dies wäre vielleicht auch eine Möglichkeit der Kooperation für andere Bezirke, da vielerorts das Personal in den zuständigen Abteilungen fehlt und Grün Berlin entsprechende Kapazitäten hat. Weitere Forderungen des BFV waren u. a. die Einplanung von wettkampfgerechter Sportinfrastruktur in neuen Wohnquartieren (z. B. Flughafen Tegel und Tempelhof), die Einplanung von wettkampfgerechten Sporthallen bei Schulneubauten und die Anmahnung der bezirklichen Sportentwicklungspläne. Bei der anschließenden Diskussion wurde festgestellt, dass teilweise zu wenige Fußballvereine überhaupt Mitglied in einem Bezirkssportbund sind und daran sollte gearbeitet werden.
Am 22.03. fand die Veranstaltung 60 Jahre Bundesjugendspiele im Turnen in der Flatow Sporthalle statt. Veranstalter war die Sportförderung des Bezirksamtes FK und Ausrichter unser Mitgliedsverein, die Berliner Turnerschaft e.V. Nach dem sportlichen Wettbewerb gab es noch zwei tolle Tanz- und Turnvorführungen zu bestaunen. Es hat allen Akteuren und Zuschauer*innen sichtlich viel Spaß gemacht.
(Florence Schulz)